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Magenschmerzen: und wenn es das Bakterium Helicobacter pylori wäre?
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Magenschmerzen: und wenn es das Bakterium Helicobacter pylori wäre?

2017-07-20
Kennen Sie das Bakterium Helicobacter pylori? Dieser häufig verkannte Krankheitserreger verursacht zahlreiche Bauchschmerzen. Er gilt als Hauptursache von Magen-Darm-Geschwüren und ist in jedem zweiten menschlichen Körper vorhanden. Wo und wie entwickelt sich dieses Bakterium? Was sind ihre Auswirkungen? Wer ist betroffen? Eine Bestandsaufnahme kann uns dabei helfen, unseren Körper wirksam und nachhaltig vor diesem Erreger zu schützen.

Wo entwickelt sich Helicobacter pylori ?

Es wurde lange angenommen, dass keine Bakterien in der Magensäure überleben könnten. Dennoch machen im Jahr 1982 zwei australische Forscher eine überraschende Entdeckung, und zwar ein Bakterium, das sich gegen die Magensaft-Wirkung resistent zeigt. Dieses Bakterium ist Helicobacter pylori (H. pylori) . Es gehört zur Bakteriengattung Helicobacter wegen seiner spiralförmigen Außenstruktur, die die Form eines Korkenziehers annimmt. Der Begriff pylori verweist seinerseits auf den Pylorus (Magenausgang), der mit dem Dünndarm verbunden ist.

Wie überlebt Helicobacter pylori im Magen?

Die Entdeckung des Bakteriums Helicobacter pylori im menschlichen Magen wurde im Jahre 2005 mit dem Nobelpreis für Physiologie und Medizin ausgezeichnet. Im Anschluss an diese bahnbrechende Erkenntnis haben weitere Studien die Entwicklungsmechanismen dieses Bakteriums aufgedeckt. Dank seiner ganz besonderen Struktur ist dieses Bakterium in der Lage, sich in den Schleim und die Schleimhaut des Magens einzunisten. Auf dieser Ebene erzeugt H. pylori eine erhebliche Menge an Urease, einem Enzym, das Ammoniak herstellen kann. Gerade diese Ammoniakproduktion ermöglicht es ihm, in der Magenschleimhaut zu überleben.

Was sind die Folgen von H. pylori-Infektion?

Das Bakterium Helicobacter pylori erzeugt nicht nur Urease, sondern produziert auch Giftstoffe, die mehrere negative Auswirkungen auf den Magen haben. Diese Toxine neigen dazu, die Magenschleimhaut zu schwächen, wobei sie durch den Magensaft angegriffen wird. Die Produktion von Magensäure kann auch durch die Wirkung dieser Toxine erhöht werden. Dies fördert die Entstehung von chronischen Magenentzündungen. Diese Gastritis kommt durch häufige Schmerzen im Magen zum Vorschein.

Was ist das Risiko für Komplikationen bei einer Infektion?

In einigen Fällen geht Gastritis, die durch eine H. pylori- Infektion verursacht wurde, mit einem Magen-Darm-Geschwür einher. Es stellt eine tiefe Schädigung der Magenschleimhaut (Magengeschwür) oder der Darmwand (Zwölffingerdarmgeschwür) dar. Eine Helicobacter pylori - Infektion gilt heute als Hauptursache für Magen-Darm-Geschwür. In einigen seltenen Fällen kann diese bakterielle Infektion an der Entwicklung von Magenkrebs beteiligt sein (Magen-Adenokarzinom).

Wer ist durch diese Infektion betroffen?

Schätzungen zufolge könnte fast die Hälfte der Weltbevölkerung durch das Bakterium H. pylori infiziert sein. Wenn eine Kontamination meist im Kindesalter auftritt, kann eine Infektion mit Helicobacter pylori asymptomatisch verlaufen und viele Jahre lang unbemerkt bleiben. Eine sehr große Anzahl von Menschen kann mit diesem Bakterium leben, ohne es zu wissen.

Wie kann eine Infektion mit H. pylori erkannt und diagnostiziert werden?

Es kann schwierig sein, eine Infektion mit Helicobacter pylorizu diagnostizieren. Ärztliche Untersuchungen sind nötig, um das Vorhandensein und das Wachstum dieser Bakterien zu bestätigen. Jedoch sollte man einige alarmierende Anzeichen ernst nehmen, insbesondere Magenschmerzen, die anhalten und immer häufiger werden. Diese Bauchschmerzen können auch durch Blähungen begleitet werden. Übelkeit und Appetitlosigkeit können ebenfalls zu Warnsignalen zählen.

Wie kann eine H. pylori-Infektion behandelt werden?

Eine Infektion mit Helicobacter pylori wird in der Regel durch eine Antazida-Kombinationstherapie behandelt. Diese Moleküle reduzieren die Produktion von Magensäure, wodurch die Schäden an der Magenschleimhaut begrenzt werden. Diese Kombinationstherapie beinhaltet in der Regel einen Wirkstoff aus der Klasse der Protonenpumpenhemmer (PPI) und zwei Antibiotika. In einigen Fällen kann eine Vierfachtherapie mit einem PPI und drei Antibiotika eingesetzt werden. Leider haben sich immer mehr Fälle von Antibiotika-Resistenzen in den letzten Jahren beobachten lassen. Das Bakterium H. pylori mutiert und wird gegen Antibiotika resistent.

Gibt es natürliche Behandlungen?

Mit der Entwicklung von Antibiotika-Resistenz betonen mehrere Studien die Vorteile der natürlichen Behandlungen zur Bekämpfung von Gastritis und Magengeschwüren. Der mehrfach erforschte Süßholz-Extrakt ergab insbesondere wohltuende Wirkung zur Linderung von Bauchschmerzen, Übelkeit und saurem Rückfluss. Ein weiterer natürlicher Extrakt hat auch das Interesse der Forscher geweckt zur Vernichtung von Helicobacter pylori : la Mastix. Dieses natürliche Gummiharz wird seit Jahrtausenden als Heilmittel gegen Magenverstimmung und als Antiseptikum verwendet. Einige Studien zeigen, dass dieser natürliche Extrakt bestimmte Bakterien hemmen oder töten kann, einschließlich H. pylori.

Wie kann eine Infektion mit H. pylori verhindert werden?

Die oben erwähnten Süßholz-Extrakt und Mastix können auch für präventive Zwecke verwendet werden. Unter anderem können Ihre Wirkungen zum Schutz der Magenschleimhaut gegen den Angriff des Bakteriums H. pyloribeitragen. Die Erleichterung des Verdauungstransits könnte auch ein präventives Interesse haben. Tatsächlich hilft eine gute Verdauungspassage Giftstoffe zu entfernen, einschließlich derjenigen, die durch Helicobacter pylori produziert werden. Neben einem gesunden Leben und einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können bestimmte Nahrungsergänzungen zu einem guten Transit beitragen. Dies ist zum Beispiel der Fall von Psyllium-Samen, die eine große Menge an löslichen Fasern enthalten, und von Probiotika, Mikroorganismen, die für ihre günstigen Wirkungen auf das Verdauungssystem bekannt sind.

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