Fast jeder zweite Deutsche ab Mitte 40 klagt über Gelenkschmerzen. Wie aber kann man Gelenkschmerzen vorbeugen? Wie kann man sie behandeln? Was kann man seinen Gelenken Gutes tun? Was bietet uns die Natur in Bezug auf unsere Gelenke?
Entgegen weit verbreiteter Meinungen schadet Knacken den Gelenken nicht, egal, ob es willentlich oder unabsichtlich geschieht. Angeblich ist Knacken die Folge einer Ausweitung der Gelenkflüssigkeit, hat aber keine Auswirkungen auf die Gesundheit der Gelenke. Treten dagegen Schmerzen auf oder schwellen die Gelenke an, liegt der Fall anders und es kann sich z. B. um Arthrose handeln. Bei Schmerzen ist also immer ein Arzt hinzuzuziehen.
Selbst wenn Gelenkerkrankungen in jedem Alter auftreten können, kommt es doch vor allem mit zunehmendem Alter zu Problemen. So klagt fast jeder zweite Deutsche ab Mitte 40 über Gelenkschmerzen, wobei Schmerzen an Hüfte, Knien und Händen besonders häufig sind.
Sport tut den Gelenken gut, lässt sie mobil bleiben und stärkt die Struktur der Gelenke. Eine regelmäßige, nicht zu anstrengende körperliche Betätigung schützt die Gelenke nicht nur ausgezeichnet, sondern trägt bei wiederkehrenden Gelenkschmerzen auch zu einer Besserung bei, so man sich v. a. bei schon vorhandenen Schmerzen für einen eher sanften Ausdauersport (Schwimmen, Radfahren, Walken…) entscheidet. Wählt man jedoch den falschen Sport, kann dies aber genauso schädlich sein wie der völlige Verzicht auf körperliche Betätigung.
Gelenkschmerzen sind auch ein mechanisches Problem. Ist das Gewicht eines Menschen höher, werden die Gelenke mehr beansprucht und nutzen sich leichter ab. Dies ist insbesondere bei den Gelenken der Gliedmaßen der Fall, aber nicht nur. Personen mit Adipositas haben auch ein erhöhtes Risiko, an Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) zu erkranken und benötigen häufig Hüftprothesen, wobei jedoch oft auch Hände und Handgelenke betroffen sind. Manchen Studien zufolge betrifft dies nicht nur Personen mit Adipositas, sondern auch Menschen, die nur übergewichtig sind, zumal man sich in der Regel auch weniger bewegt, wenn man an Gewicht zunimmt, was Gelenkprobleme weiter verschärft.
Von vielen Pflanzen ist bekannt, dass sie sich zur Behandlung von Gelenkproblemen bzw. Gelenkschmerzen eignen und zu einer Verbesserung von Beschwerden führen. Pflanzen können jedoch auch vorbeugend oder als ergänzende Therapie sinnvoll sein. Zu den interessantesten Pflanzen zählen hierbei das Echte Mädesüß , das Salicylsäure enthält und von der Wirkung her Aspirin ähnlich ist, die das Knorpelgewebe stärkende Curcuma sowie Zinnkraut (Schachtelhalm), welches die Kollagensynthese fördert…
Kennen Sie schon Boswellia (Weihrauch)? Bei Bostewellia serrata - so der wissenschaftliche Name – handelt es sich um einen Baum aus Indien, der in Ayurvedaprodukten zurecht für die Behandlung von Rheumaschmerzen verwendet wird. So zeigen neue Studien, dass Boswellia (Weihrauch) stark entzündungshemmend wirkt, ohne dabei Nebenwirkungen zu haben. Verwendet wird hauptsächlich die Rinde. Bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung sind ferner u. a. Brennessel, Esche, Harpagophytum (oder Teufelskralle) und Silberweide. Sie alle können u. U. nach Befragung eines Arztes oder Apothekers herkömmliche Therapien ersetzen, um bei Entzündungen der Gelenke zu helfen.
Rheuma, Arthrose, Arthritis, rheumatoide Arthritis oder Arthralgien… Die Gelenke können von zahlreichen Erkrankungen betroffen sein. Der Begriff Rheuma umfasst verschiedene Krankheiten, die entweder auf ein Trauma oder eine andere Erkrankung zurückzuführen sind (Gicht), von Bakterien (sog. Rheumatisches Fieber) oder Zecken (Borreliose) übertragen werden oder mit Alter bzw. Übergewicht in Verbindung stehen, wobei die Gelenkerkrankungen jeweils verschiedene Symptome und Grade an Schwere nach sich ziehen können.
Mehrere Studien zeigen, dass die Verbindung von Glucosamin und Chondroitin, zwei Molekülen, die an Bildung und Resistenz des Knorpelgewebes direkt beteiligt sind, Patienten mit Arthrose helfen kann (werden die Moleküle separat eingenommen, sind die Ergebnisse dagegen wesentlich weniger eindeutig). Im Organismus sind diese beiden Substanzen ganz natürlich vorhanden, ihre Produktion leidet aber mit Alter und Gelenkerkrankungen. In diesem Fall kann ein Nahrungsergänzungsmittel, das beide Moleküle enthält, eine gute Idee sein. Gemäß einer ersten Studie verspüren 80 % der Patienten eine wohltuende Wirkung, wohingegen andere betonen, dass ihre Gelenke weniger knacken, weniger anschwellen und es bei der Mehrheit der Patienten zu einer Linderung der Schmerzen kommt.
Gelenkerkrankungen, Schmerzen und Gelenksteife kann mit einer gesunden, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung , mit der gegen Übergewicht, das entzündliche Prozesse verschlimmert, vorgegangen wird, vorgebeugt werden. Zusätzlich sollte auf die richtigen Nährstoffe gesetzt werden, nämlich die in Obst und Gemüse in großen Mengen vorhandenen Antioxidantien, die oxidativen Stress bekämpfen und die Zellerneuerung der Knorpelmatrix fördern. Ebenso wichtig sind Fettsäuren, welche in Ölen, Fettfischen usw. enthalten sind und sowohl Entzündungen als auch die Abnutzung des Knorpelgewebes mindern. Unverzichtbar für Knochenaufbau und Gelenke sind ferner Vitamine und Mineralstoffe. Sollten Sie sich nicht sicher sein, dass Sie Ihrem Körper mit Ihrer Ernährung ausreichend Nährstoffe zuführen, ist es möglich, dies ganz gezielt mit Nahrungsergänzungsmitteln zu tun.
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4 Tage
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