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Arthrose der Hände: Eine klinische Studie testet die Kombination aus Kurkuma und Boswellia

2026-09-30

Arthrose in den Händen kann viele alltägliche Bewegungen beeinträchtigen. Während sich Studien zu Pflanzenextrakten bisher vor allem auf das Knie bezogen haben, untersucht eine neue klinische Studie die potenziellen Wirkungen der Kombination aus Kurkuma und Boswellia bei Handarthrose.

📌︎ Das Wichtigste auf einen Blick
  • ✓In einer klinischen Studie wurde eine Kombination aus Kurkuma und Boswellia bei 162 Personen mit symptomatischer Arthrose der Hände untersucht.
  • ✓Nach drei Monaten war die von den Teilnehmern angegebene Schmerzlinderung bei der untersuchten Formel stärker als beim Placebo.
  • ✓Die Studie konzentrierte sich auf die Symptome und untersuchte keine möglichen Veränderungen des Knorpels oder des Krankheitsverlaufs.
  • ✓Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Kurkuma und Boswellia.
  • ✓Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für die medizinische Behandlung von Arthrose.

Einer Studie zufolge könnten Kurkuma und Boswellia bei Arthrose der Hände helfen

Warum sollte die Kombination aus Kurkuma und Boswellia bei Handarthrose untersucht werden?

Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel nach und nach abbaut. Die Gelenkbeschwerden können insbesondere die Finger und Hände betreffen.

Arthrose geht mit einer Entzündung einher, die zu Einschränkungen und Schmerzen in den Händen führt, sowie mit oxidativem Stress (1).

Unter den natürlichen Ansätzen stehen Kurkuma (Curcuma longa) und Boswellia (Boswellia serrata) besonders im Fokus der Forscher.

Als Quelle von Curcuminoiden, darunter Curcumin, wird Kurkuma traditionell mit der Erhaltung der Gelenkgesundheit in Verbindung gebracht. Es wird insbesondere zur Linderung entzündlicher Schmerzen und zur Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit eingesetzt.

Boswellia-Harz enthält seinerseits Boswelliasäuren, die hinsichtlich ihrer potenziellen Wirkung auf das Wohlbefinden der Gelenke sowie die Gesundheit von Knochen und Gelenken im Allgemeinen untersucht werden.

Einigen wissenschaftlichen Arbeiten zufolge könnten diese Verbindungen Signalwege modulieren, die an der Entzündungsreaktion und dem oxidativen Stress beteiligt sind, aber auch den Abbau der Knorpelmatrix beeinflussen (2).

Experimentelle Studien legen heute nahe, dass Curcumin und Boswelliasäuren über unterschiedliche, sich jedoch ergänzende Mechanismen wirken könnten, was das Interesse an ihrer Kombination rechtfertigt (3).

Eine klinische Studie zu Kurkuma und Boswellia gegen Schmerzen bei Arthrose der Hände

Eine zusätzliche Schmerzlinderung im Vergleich zum Placebo

Die im Jahr 2025 veröffentlichte Studie umfasste 162 Personen im Alter von mindestens 40 Jahren, die an symptomatischer Arthrose der Hände litten (4).

In dieser multizentrischen, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie wurde über einen Zeitraum von drei Monaten die tägliche Einnahme von zwei Tabletten einer Formel, die spezifische, patentierte Extrakte aus Curcuma longa und Boswellia serrata sowie Vitamin D3 enthält, mit der Einnahme eines Placebos verglichen.

Es handelte sich also nicht um eine einfache Mischung aus pflanzlichen Pulvern.

Der wichtigste untersuchte Endpunkt war die Veränderung der Schmerzintensität auf einer visuellen Skala von 0 bis 100 mm: Je höher der vom Teilnehmer angegebene Wert war, desto stärker waren die empfundenen Schmerzen.

Nach drei Monaten zeigte die Studie, dass der Schmerzwert bei den Personen, die die untersuchte Formel erhalten hatten, stärker zurückgegangen war als bei denen, die das Placebo eingenommen hatten.

Über die Schmerzwerte hinaus entwickelten sich auch die Gesamtbewertung der Teilnehmer und bestimmte Indikatoren für die Lebensqualität im gleichen Zeitraum positiv.

162 Teilnehmer wurden über 3 Monate hinweg beobachtet
−24,7 mm beim Schmerzscore bei den Personen, die die untersuchte Formel einnahmen
−16,2 mm beim Schmerzscore bei den Probanden, die das Placebo einnahmen
−8,5 mm zusätzliche Schmerzlinderung durch die Kurkuma-Boswellia-Formel im Vergleich zum Placebo

Ergebnisse nach 3 Monaten in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie mit 162 Personen, die an symptomatischer Handarthrose litten (4).

Ermutigende Ergebnisse bei Arthrose der Hände

Die Ergebnisse dieser Studie sind interessant, da bisher nur wenige Studien speziell diese Art von Pflanzenextrakten bei Arthrose der Finger und Hände untersucht haben.

Da sich die Studie ausschließlich auf diese Lokalisation konzentrierte, weist sie zudem methodische Stärken auf, da sie randomisiert und doppelblind gegen Placebo an mehreren Zentren durchgeführt wurde.

Bestimmte Einschränkungen legen jedoch nahe, die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren. Zum einen dauerte die Studie nur drei Monate und wurde an einer relativ kleinen Stichprobe durchgeführt.

Andererseits lässt sich mangels bildgebender Verfahren nicht feststellen, ob sich die Gelenkstruktur verändert hat.

Schließlich beziehen sich die Ergebnisse auf eine bestimmte Formulierung auf der Basis patentierter Extrakte aus Kurkuma und Boswellia: Sie lassen sich daher derzeit nicht auf jedes beliebige Nahrungsergänzungsmittel übertragen, das diese Pflanzen enthält.

Diese Kombination erscheint hier als interessanter Ansatz für das Gelenkwohlbefinden, doch ihre Relevanz muss durch weitere Studien bestätigt werden.

Sind alle Kurkuma- und Boswellia-Extrakte gleichwertig?

Die bloße Angabe „Kurkuma“ oder „Boswellia“ reicht nicht aus, um die Qualität eines Extrakts zu bestimmen.

Das Extraktionsverfahren, die Standardisierung der Wirkstoffe und deren Bioverfügbarkeit sind ebenfalls wichtige Kriterien, die es zu berücksichtigen gilt.

Kurkuma- und Boswellia-Extrakte in separaten Einzelformulierungen

Kurkuma stellt aufgrund der von Natur aus geringen Bioverfügbarkeit von Curcumin eine Herausforderung bei der Formulierung dar.

Daher gibt es verschiedene Technologien, um seine Aufnahme zu verbessern.

Eine davon ist die Kombination von Curcuminoiden mit Phospholipiden, die dazu beitragen, deren Übergang in den Blutkreislauf zu erleichtern (5).

-Entdecken Sie das Nahrungsergänzungsmittel Super Curcuma, einen nach Curcuminoiden standardisierten Kurkuma-Extrakt, der mit Meriva®-Phosphatidylcholin kombiniert ist, um deren Aufnahme zu steigern.

Boswellia enthält wiederum verschiedene Boswelliasäuren, von denen AKBA eine der am besten untersuchten ist.

Um von den dokumentierten biologischen Eigenschaften zu profitieren, empfiehlt es sich daher, einen Boswellia-Extrakt mit standardisierter Zusammensetzung zu wählen (6).

-Entdecken Sie das Nahrungsergänzungsmittel Super Boswellia, einen Extrakt aus Boswellia serrata, standardisiert auf 20 % AKBA.

Es ist durchaus möglich, diese beiden Extraktarten zu kombinieren, um ihre positiven Wirkungen auf die Gelenkgesundheit zu verstärken. Sie entsprechen jedoch nicht genau der Formel, die in der in diesem Artikel behandelten klinischen Studie untersucht wurde.

Formeln, die Kurkuma und Boswellia kombinieren

Aufgrund ihrer Komplementarität werden Kurkuma und Boswellia manchmal in ein und derselben Formel kombiniert, die oral eingenommen wird.

Sie können zudem mit weiteren Inhaltsstoffen kombiniert werden, die im Bereich der Gelenkgesundheit untersucht wurden.

-Entdecken Sie das Nahrungsergänzungsmittel InflaRelief Formula, das 12 gezielte Wirkstoffe kombiniert, darunter den patentierten, auf Curcuminoide standardisierten Wirkstoff Curcumin C3 Complex® und den patentierten, auf AKBA standardisierten Boswellia-Extrakt 5-Loxin®.

Lokale Pflegeprodukte auf Basis von Pflanzenextrakten

Zur Linderung von Gelenkschmerzen gibt es auch Cremes und topische Präparate, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden können.

Ihre lokale Wirkung unterscheidet sich jedoch von den Effekten, die in der in diesem Artikel erwähnten klinischen Studie beobachtet wurden (7).

-Entdecken Sie die Smart Joints Cream, ein topisches Präparat, das unter anderem Boswellia, Eukalyptus, MSM und Glucosamin enthält.

Welche weiteren Ansätze gibt es, um das Wohlbefinden der Gelenke zu fördern?

Das Wohlbefinden der Gelenke hängt von verschiedenen Faktoren ab, weshalb auch andere Wirkstoffe als Boswellia oder Kurkuma von Interesse sind. Zum Beispiel:

  • Typ-II-Kollagen gilt als einer der Hauptbestandteile des Gelenkknorpels (8).
  • PEA (9), Ingwer (10) und MSM (11) sind Gegenstand von Forschungsarbeiten zum Gelenkwohlbefinden und zur Beweglichkeit der Gelenke.
  • Vitamin C hat eine antioxidative Wirkung und trägt zur normalen Bildung von Kollagen bei, das für die ordnungsgemäße Funktion des Knorpels notwendig ist.

-Entdecken Sie das Nahrungsergänzungsmittel Arthro Fast Relief, das natives Typ-II-Kollagen Collavant® n2, das patentierte PEA Levagen®+, fermentierten Ingwer Ferzinger®, MSM, Vitamin C und Astaxanthin kombiniert.

Beachten Sie zudem, dass Nahrungsergänzungsmittel nur einen Ansatz unter vielen darstellen.

Die Beweglichkeit der Finger zu erhalten, geeignete Handübungen durchzuführen und die von einer medizinischen Fachkraft empfohlenen Maßnahmen zu befolgen, bleibt entscheidend für den Erhalt gesunder Gelenke.

Schließlich erfordert Arthrose eine angemessene Betreuung: Kein Nahrungsergänzungsmittel kann die von einem Arzt verordneten Maßnahmen und Behandlungen ersetzen.

TIPP VON SUPERSMART

Quellenangaben

  1. Marshall M, Watt FE, Vincent TL, Dziedzic K. Hand osteoarthritis: clinical phenotypes, molecular mechanisms and disease management. Nat Rev Rheumatol. 2018 Nov;14(11):641-656. doi: 10.1038/s41584-018-0095-4. PMID: 30305701. 🔗
  2. Sethi V, Garg M, Herve M, Mobasheri A. Potential complementary and/or synergistic effects of curcumin and boswellic acids for management of osteoarthritis. Ther Adv Musculoskelet Dis. 2022 Sep 22;14:1759720X221124545. doi: 10.1177/1759720X221124545. PMID: 36171802; PMCID: PMC9511324. 🔗
  3. Sanchez C, Zappia J, Lambert C, Foguenne J, Dierckxsens Y, Dubuc JE, Delcour JP, Gothot A, Henrotin Y. Curcuma longa and Boswellia serrata Extracts Modulate Different and Complementary Pathways on Human Chondrocytes In Vitro: Deciphering of a Transcriptomic Study. Front Pharmacol. 2022 Aug 11;13:931914. doi: 10.3389/fphar.2022.931914. PMID: 36034822; PMCID: PMC9403192. 🔗
  4. Henrotin Y, de Schrijver F, De Vlam K, Devinck M, Joos R, Luyten H, Rasmont Q, Van den Berghe M, Vanhaverbeke T, Vanhoof J, Van Praet L, Wittoek R. Effect of a combination of C. longa and B. serrata extracts on hand osteoarthritis. Results of a double-blind, randomized, placebo-controlled, multicenter trial. Osteoarthritis Cartilage. 2025 Nov;33(11):1404-1411. doi: 10.1016/j.joca.2025.06.005. Epub 2025 Jun 17. PMID: 40554037. 🔗
  5. Cuomo J, Appendino G, Dern AS, Schneider E, McKinnon TP, Brown MJ, Togni S, Dixon BM. Comparative absorption of a standardized curcuminoid mixture and its lecithin formulation. J Nat Prod. 2011 Apr 25;74(4):664-9. doi: 10.1021/np1007262. Epub 2011 Mar 17. PMID: 21413691. 🔗
  6. Sengupta K, Alluri KV, Satish AR, Mishra S, Golakoti T, Sarma KV, Dey D, Raychaudhuri SP. A double blind, randomized, placebo controlled study of the efficacy and safety of 5-Loxin for treatment of osteoarthritis of the knee. Arthritis Res Ther. 2008;10(4):R85. doi: 10.1186/ar2461. Epub 2008 Jul 30. PMID: 18667054; PMCID: PMC2575633. 🔗
  7. Mohsenzadeh A, Karimifar M, Soltani R, Hajhashemi V. Evaluation of the effectiveness of topical oily solution containing frankincense extract in the treatment of knee osteoarthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. BMC Res Notes. 2023 Mar 4;16(1):28. doi: 10.1186/s13104-023-06291-5. PMID: 36869332; PMCID: PMC9984289. 🔗
  8. Elsaid KA, Chichester CO. Review: Collagen markers in early arthritic diseases. Clin Chim Acta. 2006 Mar;365(1-2):68-77. doi: 10.1016/j.cca.2005.09.020. Epub 2005 Oct 28. PMID: 16257399. 🔗
  9. Steels E, Venkatesh R, Steels E, Vitetta G, Vitetta L. A double-blind randomized placebo controlled study assessing safety, tolerability and efficacy of palmitoylethanolamide for symptoms of knee osteoarthritis. Inflammopharmacology. 2019 Jun;27(3):475-485. doi: 10.1007/s10787-019-00582-9. Epub 2019 Mar 29. PMID: 30927159. 🔗
  10. Araya-Quintanilla F, Gutierrez-Espinoza H, Munoz-Yanez MJ, Sanchez-Montoya U, Lopez-Jeldes J. Effectiveness of Ginger on Pain and Function in Knee Osteoarthritis: A PRISMA Systematic Review and Meta-Analysis. Pain Physician. 2020 Mar;23(2):E151-E161. PMID: 32214292. 🔗
  11. Debbi EM, Agar G, Fichman G, Ziv YB, Kardosh R, Halperin N, Elbaz A, Beer Y, Debi R. Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study. BMC Complement Altern Med. 2011 Jun 27;11:50. doi: 10.1186/1472-6882-11-50. PMID: 21708034; PMCID: PMC3141601. 🔗

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