Krämpfe sind schmerzhafte und unwillkürliche Muskelkontraktionen. Erfahren Sie, welche Nährstoffmängel das Auftreten von Krämpfen begünstigen.
Krämpfe kommen sehr häufig vor und sind unwillkürliche, plötzliche und schmerzhafte Muskelkontraktionen.
Sie dauern nur wenige Minuten und sind harmlos, können aber das tägliche Leben beeinträchtigen, wenn sie häufig auftreten und zu Behinderungen führen (1).
Sie treten häufig auf, wenn ein Muskel intensiv oder ungewöhnlich beansprucht wurde (häufig die Waden- oder Fußmuskeln), während oder nach der Anstrengung sowie auch in der Nacht.
Man kann die Schmerzen in der Regel lindern und die Kontraktion beenden, indem man den betroffenen Muskel dehnt.
Krämpfe können mit mehreren Muskelphänomenen verwechselt werden:
Lange Zeit wurde fälschlicherweise angenommen, dass Krämpfe durch die Ansammlung von Milchsäure in den Muskeln verursacht werden.
Bis heute ist das Rätsel nicht gelöst, aber es gibt zwei starke Hypothesen, die für trainingsbedingte Krämpfe verantwortlich gemacht werden können (3):
Nicht alle Krämpfe sind jedoch mit Anstrengung verbunden.
Es gibt fünf verschiedene Arten von Krämpfen, für die es jeweils mögliche Ursachen und prädisponierende Situationen gibt, wie z. B. Mangel an bestimmten Elektrolyten und neuromuskuläre Störungen:
Kalium ist ein essentieller Mineralstoff, der zu einer normalen Muskelfunktion beiträgt.
Es spielt eine Rolle bei der Muskelkontraktion, indem es die Übertragung von Nervenimpulsen ermöglicht, die die Kontraktionen auslösen.
Zahlreiche Arbeiten zeigen, dass ein Kaliummangel (Hypokaliämie) das Risiko von Krämpfen erhöhen kann, ohne allein für deren Auftreten verantwortlich zu sein.
Faktoren, die einen Kaliummangel begünstigen:
Mittel, um diesem Mangel vorzubeugen:
Wie Kalium schmilzt auch Magnesium bei körperlicher Betätigung.
Da Magnesium direkt an der Muskelkontraktion beteiligt ist, trägt es zum Elektrolytgleichgewicht und zu einer normalen Muskelfunktion bei.
In zahlreichen Arbeiten wurde ein Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und dem Auftreten von Krämpfen festgestellt.
Doch genauso wenig wie Magnesiummangel allein einen Krampf auslöst, scheint die Verschreibung von Magnesium alle Probleme mit idiopathischen Krämpfen zu lösen (5).
Lediglich Krämpfe bei schwangeren Frauen (6) scheinen durch eine solche Behandlung gelindert zu werden.
Dies hindert Sie jedoch nicht daran, auf eine optimale Zufuhr zu achten, um die Risiken zu verringern.
Faktoren, die einen Magnesiummangel begünstigen:
So können Sie einem Magnesiummangel vorbeugen:
Die Einnahme von Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei, soll aber auch helfen, die Muskelermüdung zu verringern: Genau diese Ermüdung ist aber der Grund für Krämpfe nach körperlicher Anstrengung, so die heute plausibelste Hypothese.
Ein Mangel an Vitamin C kann zu allgemeiner Müdigkeit und einer geringeren Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen führen, könnte aber auch das Auftreten von Krämpfen und Muskelkater nach eigentlich banalen Anstrengungen begünstigen.
Der Bedarf wird auf 110 mg pro Tag für Erwachsene geschätzt, aber für jede 1000 kcal, die bei körperlicher Anstrengung verbraucht werden, können 100 mg hinzugefügt werden.
Faktoren, die einen Mangel an Vitamin C begünstigen:
Möglichkeiten, diesem Mangel vorzubeugen:
Mehrere Arbeiten deuten darauf hin, dass sich ein Eisenmangel möglicherweise auf die Entstehung von Muskelkrämpfen auswirkt.
Eisen ist ein Nährstoff, der Sportlern wohlbekannt ist, da er am Phänomen des Übertrainings beteiligt ist.
Intensive Anstrengungen bremsen seine Aufnahme (Magen und Darm werden während des Sports zwangsweise in Ruhe versetzt), während die Eisenzufuhr oft unter dem anspruchsvollen Bedarf des Sportlers liegt: Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei, zwei Proteinen, die beim Sportler vermehrt erneuert werden.
Außerdem verliert er durch Schwitzen und Mikrotraumen mehr Eisen als andere Menschen.
Frauen im gebärfähigen Alter sind aufgrund der Menstruation besonders gefährdet.
Faktoren, die einen Eisenmangel begünstigen:
Möglichkeiten, diesem Mangel vorzubeugen:
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